Presse

Hier finden sie Berichte aus der Presse über uns

Stadtmagazin Castrop-Rauxel Ausgabe Juli/August 2018

 

Die Roten Ritter kommen!

 

Zugegeben: Wenn diese ›Jungs‹ auf ihren schweren Maschinen durch Ickern knattern, könnte einem schon ein wenig mulmig zumute werden. Doch kein Grund zur Panik. Denn die Red Knights – zu deutsch: die Roten Ritter – sind ausschließlich im Dienst der guten Sache unterwegs.

 

Die Kutte ist unsere zweite Uniform«

Wir wollen ein Vorbild sein und andere Motorradfahrer dazu animieren, sich ebenfalls an die Verkehrsregeln zu halten«, erzählen Turbo, Grisu, Mikel und DHense. Alle vier – im richtigen Leben heißen sie Jürgen Galuba, Alfred Markhoff, Michael Brudek und Dirk Hense – sind von Beruf Feuerwehrmann, denn das ist Voraussetzung, um überhaupt den Ritterschlag zu erhalten und Member (Mitglied) im Red Knights International Firefighters Club werden zu können. Seit 2014 hat der in den USA gegründete Verein ein Chapter in Castrop-Rauxel. »Als Feuerwehrbeamte stehen wir im Licht der Öffentlichkeit, da können wir uns keine Schnitzer erlauben. Wilde Überholmanöver und Wettrennen gibt es bei uns nicht. Wenn wir bei Touren in der Kolonne fahren, bleibt jeder an seinem Platz. Die Kutte ist unsere zweite Uniform.

 

Frauen sind willkommen!

Kutte? Gemeint sind die schwarzen Lederwesten mit den roten Aufnähern, an denen man die Red Knights weithin erkennen kann und die im Club schon von den Kleinsten mit Stolz getragen werden: ­Biker-Baby Alessa ist gerade einmal ein Jahr alt. »Selbstverständlich nehmen wir auch Frauen auf«, betont Papa DHense. »Unsere Ehefrauen und Kinder gehören als ›Social Members‹ sowieso dazu. Aber natürlich würden wir auch motorradfahrende Feuerwehrfrauen willkommen heißen.« Die haben sich bis jetzt zwar noch nicht gemeldet. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. »Und wer weiß, ob meine Mädels nicht irgendwann den Anfang machen.

 

Kommen die netten Rocker wieder?«

Das Engagement für soziale Projekte ist für die Roten Ritter Ehrensache. Beim Sommerfest des AWO Seniorenzentrums in Ickern betreuen sie jedes Jahr den Grill und Getränkewagen. Bei der Weihnachtsfeier des Vereins Deutscher Kriegsopfer wird gesungen und Kaffee serviert. »Anfangs haben die Gäste schon sparsam geguckt«, erinnert sich Turbo, Präsident des Castrop-Rauxeler Chapters, mit einem Schmunzeln. »Keiner hat sich getraut, uns anzusprechen. Aber dann hat die Leiterin erklärt, wer wir sind, und man konnte die Menge erleichtert aufatmen hören. Im Jahr darauf hieß es: Kommen die netten Rocker wieder?

 

Ein Herz für Kinder

Sie kamen wieder – und gehören inzwischen fest zum Inventar. Demnächst werden die Red Knights beim Ickerner Straßenfest am 2. September Waffeln zugunsten von brandverletzten Kindern (Paulinchen e.V.) verkaufen. Am 8. September sind sie mit ihren Maschinen und Löschfahrzeugen beim Tag der offenen Tür in der JVA präsent.  »Und am 9. September werden wir dann beim Motorradkorso für die Kinderpalliativstation der Uniklinik Essen mitmischen«, berichten Turbo und Mikel. »Bei dem Gedanken ­bekommen wir jetzt schon feuchte Augen und Gänsehaut: Die Kids werden mit ­Trikes mitten durch die City zur Feuerwache gebracht. Wir sorgen gemeinsam mit den Blue Knights, den Motorradfahrern der Polizei, für freies Geleit.

 

Die Themen Motorrad und Feuerwehr verbinden – weltweit!

Wenn sich die Red Knights nicht gerade ehrenamtlich einsetzen, besuchen sie andere Chapter, und das quer durch Deutschland und sogar über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. Wobei selbst bei freier Autobahn nie schneller als 120 gefahren wird. »Man will ja schließlich was von der Landschaft sehen«, erklärt Grisu und fügt schmunzelnd hinzu: »Alles andere würde mit meinem Chopper auch gar keinen Sinn ergeben. Der Weg ist das Ziel!« So kann die Reise auch schon mal etwas länger dauern. Rund um den Globus existieren 443 Ableger des International Firefighters Club mit insgesamt circa 11.000 Members. »Die Themen Motorrad und Feuerwehr verbinden«, weiß Mikel. »Da hat man sofort eine gemeinsame Gesprächsebene – weltweit!«

 

Stadtmagazin Castrop-Rauxel, Artikel von S. 34 in Ausgabe 121 (7/2018)

 

Ruhrnachrichten Castrop-Rauxel 29.01.2018  Artikel vom Neujahrsempfang des Bürgermeisters

Ruhrnachrichten vom 09.07.2017 Castrop-Rauxel

Motorradclub "Red Knights"

In Ickern knattern Feuerwehr-Rocker durchs Dorf

ICKERN Wenn sie auf ihren schweren Maschinen angeknattert kommen, könnte einem angst und bange werden. Doch schon der Name des Motorradklubs aus Ickern verrät: Die haben nur Gutes im Sinn. Hinter den "Red Knights" (Rote Ritter) verbergen sich nämlich 14 Feuerwehrleute, die sich ehrenamtlich engagieren.

 

In Ickern knattern Feuerwehr-Rocker durchs Dorf

 

Die Red Knights verbindet zweierlei: Sie alle sind Feuerwehrmänner (und Frauen) und sie lieben das Motorradfahren. Im Verein Red Knights kommt beides zusammen. Michael "Mikel" Brudek (v.l.), Präsident Jürgen "Turbo" Galuba und Vize-Präsident Dirk "DHense" Hense.

Sie sagen selbst, dass sie in ihren Kutten martialisch aussehen, aber eigentlich ganz liebe Kerle sind. Und das stimmt, denn die Red Knights verbinden in ihrem Club die Leidenschaft zum Motorradfahren mit einem sozialen Gedanken. Sie alle sind Feuerwehrmänner – egal ob hauptamtlich oder in der Freiwilligen Feuerwehr, egal von welchem Rang –, die sich für soziale Projekte engagieren. Auch am Ickerner Stadtfest am Sonntag beteiligen sie sich. 

 

Schaut man genauer hin, sieht man an den Aufnähern (Patches) der Kutten den sozialen Gedanken. Ein rotes Kreuz (Red Cross) ist vorne aufgenäht, hinten prangen der Schriftzug „Firefighter“ (Feuerwehr) und „Loyal to our duty“ (Getreu der Pflicht).

 

Bislang gibt es keine weiblichen Mitglieder

Denn die Motorradfahrer sind Feuerwehrmänner, und egal ob sie privat oder dienstlich unterwegs sind, sie sind immer im Einsatz für die Bürger. Aufgenommen werden können in den Club nur Feuerwehrleute, natürlich auch Frauen, doch weibliche Mitglieder (Members) gibt es bislang noch nicht.

Wer aufgenommen werden will, braucht ein Motorrad. „Marke, Alter und Aussehen sind dabei egal“, sagt Club-Präsident Jürgen „Turbo“ Galuba. „Nur über 125 Kubik muss es haben.“ 14 Mitglieder hat der Club zurzeit. Neue werden mit einem Ritterschlag aufgenommen.

In den Statuten des Clubs ist klar geregelt, dass die Mitglieder soziale Projekte unterstützen müssen – das tun sie mindestens einmal pro Quartal. Ein großes Ziel, doch „da sind wir gut dabei“, sagt Michael „Mikel“ Brudek. Mittlerweile sind die motorrad-fahrenden Feuerwehrmänner bekannt. „Am Anfang war das schwieriger, da gab es auch Berührungsängste“, sagt Vizepräsident Dirk „DHense“ Hense.

 

Red Knights helfen auch beim Sommerfest im Seniorenzentrum

Jetzt kommen Anfragen zur Unterstützung Monate im Voraus, es gibt eine Warteliste. Die Red Knights helfen jedes Jahr beim Sommerfest im Seniorenzentrum, servieren bei der Weihnachtsfeier deutscher Kriegsopfer und vieles mehr. „Wenn man die strahlenden Gesichter der Leute sieht, geht einem das Herz auf“, sagt Dirk Hense.

Das alles organisieren sie in ihrem Clubheim in Ickern. Jürgen Galuba hat dort seine Keller-Bar zur Verfügung gestellt – mit allem Zipp und Zapp. Am Mittwoch haben die Männer dort Probe-Waffeln gebacken. Denn die sollen beim großen Stadtfest in Ickern ja schmecken, schließlich sind sie für den guten Zweck gemacht. Der Erlös geht diesmal an Paulinchen e.V., eine Initiative für brandverletzte Kinder.

 

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